Kopfkissen für Allergiker

Gibt es spezielle Kopfkissen für Allergiker?

Gerade wenn man auf Hausstaubmilben allergisch reagiert, kann das eigene Bett zur Qual werden. Statt eine erholsame Nachtruhe zu genießen, quält man sich im schlimmsten Fall mit morgendlichem Niesen und verstopften Atemwegen herum. Entsprechend ist auch die Frage interessant, welches Kopfkissen Allergiker verwenden sollten. Hierbei kommt es jedoch weniger darauf an, welches Kopfkissen man tatsächlich auswählt. Vielmehr sollte man vor allem darauf achten, sich richtig zu verhalten, um das Aufkommen von Hausstaubmilben möglichst zu minimieren.

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Die richtige Füllung bzw. welche Füllung gewählt werden sollte

Grundsätzlich ist selbst unter Experten nicht sicher geklärt, welches Material eindeutig am besten bei Kopfkissen für Allergiker geeignet ist. Synthetische Materialien bieten meist den Vorteil, dass sie bei hohen Temperaturen – zum Teil sogar 95 Grad – waschbar sind. Als Mindestvoraussetzung sollte darauf geachtet werden, dass das Kopfkissen für Allergiker zumindest einen Waschgang bei 60 Grad übersteht. Bei dieser Temperatur und einem Waschgang von mindestens 40 Minuten werden alle Milben im Kissen abgetötet.
Beim Material scheiden sich auch die Geister. Kissen mit Federn oder Daunen als Füllung bieten oft den Vorteil, dass die Poren des Kissenbezuges sehr klein sind. So haben auch Hausstaubmilben größere Schwierigkeiten, in das Kissen zu gelangen. Andererseits sind Kissen mit synthetischer Füllung meist atmungsaktiver. Das fördert die Trocknung des Kissens und erschwert den Milben somit die klimatischen Bedingungen, die sie für die Vermehrung benötigen. Außerdem sind diese Kissen meist bei höheren Temperaturen waschbar.

Wichtige Tipps, um Milben im Kopfkissen zu vermeiden

Zunächst einmal sollte das Bett täglich gelüftet werden und das Schlafzimmer recht kühl gehalten sein. Milben benötigen für die Vermehrung ein warmes, feuchtes Klima – und alle Menschen schwitzen nachts. Mit diesen beiden Tipps lässt sich die Milbenvermehrung einschränken. Ungefähre Werte, nach denen man sich richten sollte, sind weniger als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit und 20 Grad Celsius.
Weiterhin sollte das Kissen der Allergiker häufig gewaschen werden – mindestens alle zwölf Wochen, besser sind alle sechs Wochen. Die Bettwäsche selbst sollte am besten wöchentlich gewaschen werden. Da die Matratze der Ort ist, an dem sich die meisten Milben aufhalten und an dem gleichzeitig die Beseitigung am schwersten ist, sollte unbedingt ein passender Schutzbezug für die Matratze gekauft werden. Dieser nennt sich „Encasing“ und verhindert den Hautkontakt mit den Milben. Derartige Bezüge gibt es auch für die Bettdecke und das Kopfkissen der Allergiker.
Eher weniger zu empfehlen sind Milben abtötende Mittel. Diese haben tatsächlich eine gewisse schadhafte Wirkung auf Milben. Das Problem dabei ist allerdings, dass selbst tote Milben ihren Kot bereits hinterlassen haben und dieser auch verbleibt. Entsprechend kommt man nicht um den obligatorischen Waschgang oder Schutzmaßnahmen wie das Encasing herum – weshalb man sich die Milben abtötenden Mittel eigentlich von Vornherein sparen kann. Außerdem ist ein Haushalt, in dem die Milben abgetötet werden, niemals ein Dauerzustand. Allein über die Kleidung und auch über die Luft sind die kleinen Spinnentiere ganz schnell wieder in der Wohnung – und alles beginnt von vorne. Daher sind die anderen beiden Maßnahmen eindeutig eher zu empfehlen, egal welches Kopfkissen Allergiker letztlich wählen.